DR. MED. THORSTEN KELLERMANN | Facharzt für Orthopädie

Kinderorthopädische Sprechstunde

Gerade im Wachstum ist der Körper anfällig für Fehlbildungen an Knochen und Gelenken. Der orthopädischen Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen kommt daher eine große Bedeutung zu. Denn nicht zuletzt lassen sich durch eine rechtzeitige kinderorthopädische Behandlung auch viele dauerhafte Beschwerden im Erwachsenenalter vermeiden.

Zur Kinderorthopädie gehört die Behandlung aller angeborenen oder durch Verletzung erlittenen Störungen der Körperhaltung oder des Bewegungsapparates bei Säuglingen, Kindern und jungen Erwachsenen. Im Mittelpunkt stehen Wachstumsdeformitäten am Skelett, besonders an der Wirbelsäule. Aber auch Probleme mit den Gelenken, Knochen, Bändern, Muskeln und Sehnen können eine richtige Haltung oder das Wachstum behindern.

Für eine optimale orthopädische Behandlung berate ich gemeinsam mit Eltern und Kind die nicht-operative oder operative Therapie.

Zum diagnostischen und therapeutischen Spektrum im Bereich der Kinderorthopädie gehört auch die Ultraschallbehandlung der Säuglingshüfte. Dabei können Fehlbildungen am Hüftgelenk von Neugeborenen frühzeitig und schonend diagnostiziert werden. Die eingeleitete Therapie des kleinen Patienten ist dabei abhängig vom Grad einer möglichen Deformität.

Im Bereich der Fehlbildungen am Fuß kommt diagnostisch die computergestützte Fussanalyse (Pedographie) zur Anwendung. Falls erforderlich werden korrigierende, stützende, bettende oder entlastende Einlagen (nach Maß) verordnet und in ihrer Wirksamkeit überprüft. Selbstverständlich kommen auch moderne Verfahren wie die sensomotorische oder propriozeptive Einlagenversorgung zum Einsatz. Zweck dieser Einlagentherapie ist die neuromuskuläre Aktivierung vorhandener Ressourcen, um (anstelle der passiven) die aktive muskuläre Korrektur des Fußgewölbes zu erzielen. Selten wird auch über eine operative Korrektur von Fußdeformitäten (z.B. Arthrorise) zu entscheiden sein.

Deformitäten oder Haltungsschäden im Bereich der Wirbelsäule werden mittels eingehender körperlicher Untersuchung, Röntgen-Diagnostik und 4D-Wirbelsäulenanalyse dargestellt und einer entsprechenden (stadiengerechten) Therapie zugeleitet. In der Regel kommt hier die krankengymnastische Therapie, selten eine Korsettbehandlung und extrem selten eine operative Stellungskorrektur in Betracht.